Daniela Ben Said: Erfolgreiches Mitarbeitermarketing

Daniela Ben Said: Erfolgreiches Mitarbeitermarketing

Daniela Ben Said ist bekannte Keynote-Speakerin, Unternehmerin und Expertin für Mitarbeiterführung. In Ihren Vorträgen spricht sie über Manager, Mitarbeiter und die Kunst der Mitarbeiterverblüffung. Sie sagt: „Mitarbeiter zu gewinnen, ist heutzutage eine der größten Herausforderungen für uns Unternehmer. Dann müssen wir die Mitarbeiter motivieren. Und im Idealfall schaffen wir es auch noch, mit ihnen in die digitale Führung zu gehen, sodass sie uns positiv auf einschlägigen Portalen wie kununu, Google und ProvenExpert bewerten.“

Dass sich die Welt stark verändert und zunehmend digitalisiert, hat Auswirkungen auf Unternehmen, Führungskräfte und den Arbeitsalltag eines jeden Einzelnen. Daniela Ben Said: „Wir können uns schlechte Führung nicht mehr erlauben. Das ist einer meiner wesentlichen Kernpunkte. Gleichzeitig lautet eine der wichtigsten Regeln, die wir über Führung kennen: Jeder Chef hat das Team, das er verdient. Denn irgendjemand hat diese Mitarbeiter eingestellt, führt sie und behält sie. Und wenn wir darüber sprechen, wie wir führen, dann muss klar sein, dass diese Regeln auch mit Leben gefüllt werden müssen.“

Leitwolf sein & Mitarbeiter führen

Wir müssen uns trauen, zu führen. Wie das am besten gelingt, stellt die Expertin mit einem Vergleich in der Tierwelt dar: „Ein Wolfsrudel folgt nicht dem netten Wolf, sondern dem starken. Wie im Rudel müssen wir auch im Unternehmen und in der Führung aufhören mit dem Kuschelkurs. Ich möchte alle motivieren, zu führen – und damit meine ich auch, sich selbst zu führen. Nur Nullen sind rund, also trau dich, unpopulär zu sein. Trau dich, deine Meinung zu sagen und deine Werte zu benennen.“

Was haben Führung und Hundeerziehung gemeinsam? Daniela Ben Said zieht einen humorvollen Vergleich: „In der Hundeschule lernen wir, konsequent zu sein und zwischendurch zu loben. Denn wenn man nur mit Strafe arbeitet, erzieht man einen Angstbeißer, und das will man nicht. Wenn wir das in der Hundeschule können, warum dann nicht auch in der Firma? Das Rudel folgt dem starken Wolf und der Leitwolf zeigt sehr klar, wenn ihn etwas nervt. Er zeigt Zähne und kneift auch mal, ohne dass es wehtut.“

Zugehörigkeit: Du bist die Firma

Wenn wir in die Tierwelt blicken und darauf achten, konsequent zu führen, darf das natürlich nicht in eine tierische Art abwandeln. Daniela Ben Said: „Wir dürfen kein Nilpferd-Chef werden. Nilpferd-Chefs sind die, die ab und zu mal auftauchen, ihr Maul aufreißen und dann wieder abtauchen. Das hat nicht viel mit guter Führung zu tun. Genauso gibt es das Management by Champignon. Es besteht darin, die Mitarbeiter immer schön im Dunkeln zu lassen, sie ab und zu mit Mist zu bewerfen, und die Köpfe abzuschlagen, wenn sie hochkommen.“

Konsequenz ist also ein relevanter Aspekt. Es gibt aber noch einen zweiten – und das ist die Fähigkeit, Mitarbeiter zu loben. Mitarbeitermarketing bedeutet, Mitarbeiter zu verblüffen. Denn wenn wir mal darüber nachdenken, was Menschen neben ihren Grundbedürfnissen brauchen, ist das vor allem ein Gefühl von Zugehörigkeit. Daniela Ben Said: „Trau dich, alles mit deinem Logo zu versehen. Meine Mitarbeiter bekommen alles von mir mit Logo: Handtücher, Schweißbänder, Rucksäcke, Autos. Es gibt nur eine Regel, die lautet: Du bist die Firma. Das heißt, wenn du schon mit meinem Logo unterwegs bist, dann musst du immer lächeln.“

Beachtung: Mitarbeiter verblüffen

Neben dem Gefühl von Zugehörigkeit hat der Mensch – abgesehen von seinen Grundbedürfnissen – ein weiteres Bedürfnis, und das ist Beachtung. Daniela Ben Said: „Manche Chefs führen nach dem Prinzip ‘Keine Kritik ist Lob genug’. Das führt jedoch dazu, dass sich manche Mitarbeiter denken: Besser negative Beachtung als gar keine. Die Lösung? Du musst deine Mitarbeiter verblüffen und begeistern! Wenn der Mitarbeiter gut behandelt wird, ist er auch gleich viel leistungsfähiger.“ Beachtung und Aufmerksamkeit kannst du über lobende Worte, kleine Präsente oder nette Gesten vermitteln. Eine höfliche Mail, eine freundliche Postkarte oder ein Mitarbeitergeschenk zu Weihnachten oder Ostern können Wunder wirken und Beachtung und Wertschätzung vermitteln.

Wertschätzung & Konsequenz

Mitarbeiter von heute haben andere Wünsche und Ansprüche als Arbeitnehmer von damals. Wer das als Führungskraft nicht erkennt, wird immer stärkere Probleme im Recruiting neuer Talente bekommen. Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter heute so behandeln wie sie früher ihre Kunden behandelt haben. Daniela Ben Said: „Trau dich, deine Mitarbeiter zu verblüffen. Mach mit ihnen etwas, das anders ist. Think out of the box! Warum reden wir immer nur davon, dass wir was für unsere Kunden tun müssen? Dein Kunde ist dein Mitarbeiter, also mach Marketing für deinen Mitarbeiter! Alles, was wir geben, kommt zu uns zurück.“ Und wenn wir nur eines schaffen – nämlich Wertschätzung mit Konsequenz zu verknüpfen – dann ist der größte Schritt schon getan.    

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