Gegenwind? So gehst du konstruktiv mit Kritik um

Gegenwind? So gehst du konstruktiv mit Kritik um

Zeit für einen Real Talk: Du arbeitest als Freelancer, Unternehmer oder spielst mit dem Gedanken einer Gründung? Dann wirst du früher oder später auf Gegenwind stoßen. Denn die Wahrheit ist, dass nicht jeder genauso begeistert hinter deiner Marke steht wie du selbst. Wenn du deine Dienstleistung oder dein Produkt öffentlich präsentierst, machst du dich angreifbar. Und je polarisierender dein Angebot oder dein Marketing ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass andere Kritik an dir üben. Die Frage ist also nicht, ob du Gegenwind erhältst, sondern wann es soweit sein wird und wie du damit umgehst.

Angst vor Kritik

Manchen Menschen lässt allein der Gedanke an Kritik einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Das ist besonders zu Beginn einer Selbstständigkeit gefährlich, denn die Angst vor Kritik oder Versagen ist ein echter Erfolgskiller. Wer zu große Angst hat, wird sein volles Potenzial nie richtig ausschöpfen können. Schlimmstenfalls gründet er sein Unternehmen nicht und gibt seinen Traum auf, noch bevor er beginnt. Wenn du Angst vor Gegenwind hast, solltest du dich daher nicht im Schneckenhaus verkriechen, sondern unbedingt über Gegenmaßnahmen nachdenken. Da ein konstruktiver Umgang mit Kritik für Selbstständige und Unternehmer unabdingbar ist, zeigen wir dir heute, wie’s geht!

Ist die Kritik berechtigt?

Angenommen, der Worst Case tritt ein und du erhältst kritische Kommentare zu deinem Unternehmen. Wie gehst du vor? Stell dir zuallererst die Frage, ob die Kritik auf einer konstruktiven oder destruktiven Ebene stattfindet. Konstruktiv wären beispielsweise Feedback und sachliche Rückmeldungen, die deiner Verbesserung dienen. Destruktiv wären hingegen verletzende oder beleidigende Worte, die nichts mit der Sache an sich zu tun haben, sondern dich persönlich und emotional verletzen.

Hierzu gleich vorab: Kritik auf emotionaler Ebene hat im Business nichts verloren. Wer dich lediglich als Unternehmer kennt, kann dich privat nicht beurteilen. Immerhin kennt er dich nicht persönlich. Das hindert die meisten Menschen zwar nicht daran, trotzdem persönlich zu werden, hilft dir aber bei deiner gedanklichen Einordnung. Steck destruktive, verletzende und unberechtigte Kritik in eine Schublade und stemple sie mit dem Label “unrelevant” ab. Dafür solltest du dir mitunter ein dickes Fell aneignen.

Umgang mit konstruktiver Kritik

Ist die Kritik konstruktiv und berechtigt, solltest du sie reflektieren und dir möglicherweise einen Fehler eingestehen – gleich mehr dazu. Auch auf inhaltlicher Ebene solltest du dir aber klarmachen, dass es immer ein paar Prozent geben wird, die mit deinen Inhalten, deiner Ware oder deiner Lieferung nicht zufrieden sind. Das ist völlig in Ordnung. Falsch wäre es, dein Business, deine Marke oder dein Angebot bei der ersten kritischen Bemerkung von außen infrage zu stellen. Beachte außerdem folgende Tipps:

1. Nimm Kritik nicht persönlich

Manche Menschen schaffen es, sogar sachliche und konstruktive Kritik persönlich zu nehmen. Das ist falsch, denn du bist nicht dein Unternehmen, deine Leistung oder dein Produkt. Nur weil du möglicherweise einen Fehler gemacht hast, heißt das nicht, dass du persönlich versagt hast. Trenne deine berufliche Leistung glasklar von dir als Person. Betrachte Kritik im Business als das, was sie ist: eine prüfende Bewertung anhand unternehmerischer Maßstäbe; nicht mehr und nicht weniger.

2. Bleib cool

Innere Ruhe und Gelassenheit kann man trainieren wie einen Muskel. Auch wenn du im ersten Moment aufgebracht oder überrascht sein wirst, solltest du versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Kritik kommt meist unverhofft. Doch je cooler du bleibst, desto besser kannst du einschätzen, wie’s weitergeht.

3. Hol eine weitere Meinung ein

Wenn du nicht sicher bist, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, solltest du eine weitere Meinung einholen. Vergewissere dich, dass keine Missverständnisse vorliegen, und lass eine unabhängige Partei entscheiden, wie du weiter vorgehen solltest.

4. Bleib dir treu

Wenn die Kritik darauf abzielt, dass deine Qualität nicht einwandfrei ist, dann weißt du, was zu tun ist: Sorge dafür, dass dein Kunde eine Top-Qualität erhält und bedanke dich freundlich für den nützlichen Hinweis. Zielt die Kritik jedoch darauf ab, dass du zusätzlich etwas leisten oder ändern sollst, das dir nicht entspricht, dann überlege, ob du den Kunden wirklich halten möchtest. Als Selbstständiger solltest du dir stets treu bleiben und dich nicht für Kundenwünsche oder Aufträge verbiegen.

5. Verschwende keine Zeit

Wer sich auf jede kritische Äußerung einlässt, verplempert im Zweifel ziemlich viel Zeit und Energie. Das bedeutet nicht, dass du das Feedback deiner Kunden nicht ernst nehmen solltest. Du solltest als Selbstständiger allerdings keine Ewigkeit damit verbringen, kritische Facebook-Kommentare zu beantworten und dabei ins Rechtfertigen zu verfallen. Arbeite in dieser Zeit lieber wichtige To-Do’s ab und widme dich wirklich relevanten Aufgaben.

Fazit: Besser kritisiert als irrelevant

Der Schlüssel zum Erfolg liegt häufig im Polarisieren. Und zu polarisieren bedeutet, kritisiert zu werden. Man könnte auch sagen: Wenn du keine Kritik erhältst, machst du irgendetwas falsch, denn dann bist du offensichtlich für niemanden relevant. Wichtig ist, den Unterschied zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik zu kennen und keine Angst vor negativen Äußerungen zu haben. Wir wünschen dir viel Mut und jede Menge (positives) Feedback!

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