Markus Hofmann: Erfolgreich mit Gedächtnistraining

Markus Hofmann: Erfolgreich mit Gedächtnistraining - so geht's!

„Wenn du ein Thema, einen Traum, eine Vision oder auch nur einen Impuls in deinem Kopf hast, dann halt an diesem Gedanken fest. Es könnte sein, dass dieser Gedanke wirklich in Erfüllung geht. Denn nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Markus Hofmann ist Gedächtnistrainer, Keynote-Speaker und Autor. In diesem Magazinartikel verrät der Experte, weshalb Gehirnjogging die Basis für ein gutes Gedächtnis ist. Zudem erhältst du wertvolle Tipps, mit denen du dir garantiert alles merken und beruflich noch erfolgreicher werden kannst.

Gedankliches Basisraster an Wissen

Klären wir zunächst einmal die berechtigte Frage: Braucht man Gedächtnistraining im digitalen Zeitalter eigentlich noch? Immerhin lässt sich nahezu jede Information zeit- und ortsungebunden im Internet recherchieren. Markus Hofmann ist dennoch sicher: „Wir brauchen Gedächtnistraining nach wie vor. Der Zugang zu Informationen ist zwar so einfach wie noch nie, doch die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Wie gehen wir mit den Informationen um, die wir im Kopf haben? Denn wenn wir kein gedankliches Basisraster an Wissen haben, können wir auch kein Transferwissen herstellen.“

Wir brauchen also ein breites Wissen, um intelligent denken zu können. Markus Hofmann findet außerdem: „Wir müssen den Fokus vergrößern, mit offenen Augen durch die Welt laufen und wieder mehr zum Generalisten und weniger zum Spezialisten werden. Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass in den nächsten 15 Jahren 40 Prozent unserer Arbeitsplätze aufgrund von Künstlicher Intelligenz wegrationalisiert werden. Wenn du also einen Job hast, der eine hohe Wiederholungsrate beinhaltet, dann wirst du vermutlich über kurz oder lang von einem Computerprogramm ersetzt werden.“

Schlüsselwörter & Mnemo-Technik

Besonders die Logistik und die Verkehrsbranche werden sich laut dem Experten in Kürze grundlegend verändern. Er erzählt: „Ein Computerprogramm wird diese Tätigkeiten irgendwann wesentlich schneller und genauer durchführen können als ein Mensch. Nun stellt sich die Frage, wie du mit dieser Information umgehst. Bist du bereit für den Wandel? Ich behaupte: Die Basis dafür ist ein richtig gutes Gedächtnis.“ Wodurch aber entwickelst du ein solches Gedächtnis? Wie machst du deinen Kopf so fit, dass du dir Inhalte für freie Reden, Präsentationen und Kundengespräche besser merken und sie in genau den Momenten abrufen kannst, in denen du sie benötigst?

Der Trick liegt im Nutzen von Schlüsselwörtern. Markus Hofmann wirft dazu Gedanken in mentale Briefkästen. Er behauptet humorvoll: „Wenn du das machst, wirst du vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer. Und vor allem entwickelst du wieder Spaß am Lernen.“ Wie genau funktionieren diese gedanklichen Briefkästen also? Ganz einfach: Sie beruhen auf der bekannten Mnemo-Technik, von der du möglicherweise schon einmal gehört hast. Diese wurde ursprünglich von Simonides von Keos entwickelt, der um 500 v. Chr. erste Methoden zur Gedächtnishilfe entwickelte. Die Technik wurde im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt und basiert auf deiner individuellen Vorstellungskraft, da sie sachliche Fakten in emotionale Geschichten verwandelt.

Mentale Briefkästen

Markus Hofmann nutzt dafür die Loci-Methode, die als mnemotechnische Lernmethode und Assoziationstechnik gilt. Er sagt: „Wenn du deine Post lesen möchtest, dann weißt du, dass du den Briefkasten öffnen musst, um sie zu finden.“ Du kannst deine Post jederzeit problemlos abholen, da du immer weißt, wo sie sich befindet. Wenn du eine Information im Gehirn abrufen möchtest, musst du nach dem gleichen Prinzip verfahren und erst einmal wissen, wo sich diese Information befindet. Genau hier setzen die mentalen Briefkästen nach Markus Hofmann an. Sie dienen als kreative Erinnerungshilfe und helfen, dein Gedächtnis zu trainieren.

Und so geht’s: Ein Briefkasten kann ein Bild im Kopf oder ein Objekt im Raum sein. Probiere es selbst einmal aus! Such dir 25 bis 30 markante Objekte im Raum, auf denen du einzelne Wörter oder zusammenhängende Inhalte gedanklich ablegst. Erstelle Assoziationen zwischen jedem einzelnen Objekt und dem Inhalt, den du dir mithilfe dieses Objekts merken möchtest. Und dann öffne gedanklich einen virtuellen Briefkasten nach dem anderen und rufe exakt die Informationen ab, die du benötigst. Das Prinzip ist noch nicht ganz klar? Dann schau dir unbedingt das Video an!

Mithilfe virtueller Briefkästen kannst du dir alles merken – selbst lange Vorträge und Präsentationen lassen sich dank des Tricks ausgezeichnet merken und jederzeit abrufen. Nun heißt es: Üben, üben üben. Oder wie Markus Hofmann sagt: „Übernimm Selbstverantwortung und speichere Informationen in deinem Kopf ab! Investiere in dein Gedächtnis und in dein Gehirn. Denn Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist. Ich wünsche dir einen großen Vorsprung durch Wissen!“

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