Rhetorik – die Superpower für deinen Erfolg!

Den Begriff Rhetorik hast du garantiert schon häufig gehört. Und sicherlich weißt du, dass er im Zusammenhang mit spannenden Reden, kurzweiligen Vorträgen und überzeugenden Auftritten steht. Doch was verbirgt sich eigentlich ganz genau hinter Rhetorik und warum ist sie so wichtig? Nicht nur für Führungspositionen und Unternehmer, sondern für alle, die ihre Überzeugungskraft verbessern möchten?

Der Begriff stammt aus dem altgriechischen und bedeutet “Redekunst“. Der Duden definiert Rhetorik darüber hinaus als “Lehre von der wirkungsvollen Gestaltung der Rede”. Bedeutet also, dass du Menschen mit deinen Worten überzeugst, indem du Inhalte auf eine bestimmte Art und Weise übermittelst. Das gilt sowohl für Präsentationen vor einem Publikum als auch für Gespräche und Verhandlungen. Eigentlich ganz einfach, oder?

Was in der Theorie so leicht klingt, kann praktisch jedoch ganz schön schwierig werden. Denn die Kunst des Redens besteht darin, deine Aussagen so überzeugend zu vermitteln, dass sich dein Gegenüber deiner Meinung anschließt. Dafür musst du einige Tricks drauf haben, spezielle Methoden und Stilmittel anwenden.

Wo kommt Rhetorik her?

Gehen wir zunächst aber ein paar Schritte zurück, um zu verstehen, wo Rhetorik eigentlich herkommt und wie sie entstanden ist. Dafür reisen wir in der Geschichte ziemlich weit zurück … noch ein bisschen weiter – und Stopp! Herzlich willkommen in der Antike!

Bereits in der Antike war Rhetorik fester Bestandteil des öffentlichen Lebens. Sie galt als wichtiges Instrument der Wissensvermittlung. Das lässt sich in etwa mit dem vergleichen, was wir heute als geisteswissenschaftliche Methodik kennen. Griechen und Römer nutzten Rhetorik übrigens schon damals, um sich auf rechtswissenschaftliche oder politische Tätigkeiten vorzubereiten.

Als “Erfinder” beziehungsweise Schöpfer gilt der griechische Dichter Homer. Seine Werke des 8. Jahrhunderts v. Chr. weisen erste Formen dessen auf, was wir als Rhetorik verstehen. Homer nutzte sie als Werkzeug für Gerichtsverhandlungen und Volksversammlungen. Auch heute noch werden Homers Werke als erste Grundlage für rhetorische Regeln verstanden. Schon damals verfolgte man eine klare Struktur sowie einen Aufbau beziehungsweise eine Gliederung.

Warum ist Rhetorik wichtig?

Rhetorik ist ein wichtiger Bestandteil unterschiedlichster Bereiche. Was wären Jura, Politik oder Wirtschaft ohne die Kunst der Rede? Doch nicht nur dort wird sie eingesetzt, sondern auch dein Leben kann sie stark bereichern. “Echt? Rhetorik kann mein Leben verbessern?”, fragst du dich? Aber hallo!

Sobald du eine Vision, einen Traum, eine Idee oder auch nur einen Wunsch hast, den du bei anderen durchsetzen möchtest, kommt Rhetorik zum Einsatz. Eigentlich also immer dann, wenn du etwas überzeugend vermitteln musst. Denn dann reicht die reine Botschaft beziehungsweise die Information nicht aus.

Stattdessen musst du deine Info geschickt verpacken und mit deiner Körpersprache, deinen Bewegungen, deinen Blicken und der Betonung deiner Wörter untermauern. Im Vergleich zur reinen Botschaft werden dein Auftreten und deine Körpersprache nämlich unterbewusst wahrgenommen und sprechen damit eine völlig andere Ebene an.

Optimal ist, wenn du gleichzeitig auf der Informationsebene und auf der unterbewussten Ebene überzeugen kannst. Rhetorik ist also ein wichtiges Instrument, mit dem du sicherstellst, dass du dein Gegenüber auf allen Ebenen erreichst und überzeugst.

Rhetorik als Erfolgsfaktor

Wo also kannst du Rhetorik anwenden, um andere von dir und deinen Ansichten zu überzeugen? Im Job zum Beispiel. Stell dir vor, du hast eine wichtige Gehaltsverhandlung. Du möchtest mehr Geld rausholen als bisher, doch du weißt: Lediglich mit Sachargumenten kommst du bei deinem Chef nicht weiter. Jetzt wird es Zeit, die Rhetorik-Keule zu schwingen!

Auch bei einer Ansprache vor deinem Team oder gar einer ganzen Abteilung, sind rhetorische Kenntnisse von Vorteil. Versetze dich in folgende Situation: Ihr habt lange an einem Projekt gearbeitet, doch die erwarteten Ergebnisse bleiben aus. Du bist maßgeblich mitverantwortlich und musst die unschöne Nachricht überbringen.

Keine Situation, in der man sich gerne befindet. Die Lösung? Hol deine rhetorischen Fähigkeiten raus, begrenze den Schaden und überzeuge dein Team, dass das Scheitern auch Positives hat – einen Lerneffekt zum Beispiel. Motiviere jeden Einzelnen, ein zweites Mal Vollgas zu geben.

Du wirst sehen: Wenn nicht nur deine Worte, sondern auch deine Betonung, deine Blicke, deine Körperhaltung zeigen, dass du zu 100 Prozent an euren Erfolg glaubst, dann tut es auch dein Team. Je besser du Rhetorik beherrschst, desto erfolgreicher bist du.

Übung macht den Rhetorik-Meister

Rhetorik lebt davon, umgesetzt und eingesetzt zu werden. Klar, du kannst dir theoretisches Wissen aneignen, beispielsweise über den geschickten Aufbau einer Rede. Doch um wirklich gut zu werden, musst du üben, üben, üben. Und zwar nicht im stillen Kämmerlein, sondern in einem Real-Life-Szenario.

Dafür wurden dir in deiner Laufbahn sicherlich schon einige Gelegenheiten geboten: Referate in der Schule, mündliche Prüfungen in der Uni, Vorträge oder Präsentationen im Geschäftsleben. Gehörst du zu denen, die keinerlei Probleme damit hatten vor der Klasse zu sprechen? Oder wurden deine Hände feucht und dein Mund trocken, wenn du vor einer größeren Gruppe reden musstest?

Ganz gleich, ob du zum ersten oder zweiten Lager zählst, die gute Nachricht lautet: Rhetorik kann man lernen. Dafür lohnt es sich, anfangs ein Seminar oder einen speziellen Rhetorik-Kurs zu besuchen oder dich von einem Trainer coachen zu lassen. Sobald du die Grundlagen beherrscht, solltest du dann regelmäßig Reden und Präsentationen entwickeln und diese vor Publikum vortragen.

Das muss nicht unbedingt das Krisengespräch mit deinen Mitarbeitern sein. Auch die Firmenfeier bietet eine perfekte Gelegenheit, ebenso wie Omas 80. Geburtstag oder dein Kreditvergabe-Termin bei der Bank. Auch das nächste Zielvereinbarungsgespräch mit deinem Boss ist eine gute Chance, deine rhetorischen Kenntnisse einzusetzen. Oder das Kundenmeeting nächste Woche, bei dem du euren Geschäftspartner vom innovativen neuen Produkt begeistern sollst.

Und wann startet deine Rhetorik-Power?

Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer, man muss sie nur sehen und ergreifen. Dein Ziel muss natürlich nicht sein, irgendwann auf einer Bühne zu stehen und die große Masse zu bespaßen. Doch wenn du praktische Kniffe kennst, kannst du im richtigen Moment auf deine rhetorischen Fähigkeiten zurückgreifen. Dadurch kommunizierst du nicht nur erfolgreicher, sondern überzeugst andere leichter und wanderst mit weniger Gegenwind durchs (Arbeits-) leben. Klingt super, oder?

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