Rhetorik Kurs für Einsteiger: Übungen für die Kunst des Redens

Du kannst es kaum erwarten, endlich große Reden zu halten und deine Zuhörer zu begeistern. Vielleicht hast du dich sogar schon für einen Rhetorik Kurs entschieden und wartest sehnsüchtig auf den Start. Zumindest aber ist dir klar, dass noch kein Rhetorik-Meister vom Himmel gefallen ist und dass du üben, üben, üben musst. Deshalb willst du die Sache jetzt anpacken und dich verbessern!

Sehr gute Entscheidung, denn ein Rhetorik Kurs vermittelt dir wertvolles Wissen. Du lernst, welchen Einfluss Wörter, Gesten, Blicke und der Klang deiner Stimme auf Gespräche haben. Du erfährst, wie du deine Persönlichkeit gezielt einsetzen kannst, um deine Gesprächspartner oder Zuhörer zu überzeugen. Und du übst, Inhalte perfekt zu präsentieren und dabei authentisch und glaubwürdig zu bleiben.

Ein Rhetorik Kurs eignet sich hervorragend, weil du in einem geschützten Raum bist. Was im Rhetorik Kurs passiert, bleibt im Rhetorik Kurs. Du musst dir also keine Sorgen machen, dich unprofessionell zu verhalten oder gar zu blamieren. Die anderen Kursteilnehmer sind ebenfalls Anfänger und haben genauso wenig Erfahrung wie du. Im Rhetorik Kurs darfst du gezielt experimentieren, dich ausprobieren und Methoden testen. Auch wenn die Betonung eines Wortes mal nach hinten losgeht – in deinem Rhetorik Kurs musst du dich nicht schämen!

Vor dem Rhetorik Kurs zuhause üben

Es gibt ein paar Übungen, die du vor Beginn des Rhetorik Kurses zuhause anwenden kannst. Ganz für dich alleine, um ein erstes Gespür für die Aufgaben zu bekommen und zu erfahren, was dich erwartet. Das ersetzt natürlich keine professionelle Kurseinheit, sondern zeigt lediglich, wie du dich vorab schon ein bisschen vorbereiten kannst. Sieh es als eine Art kurzen Warmlauf. Viel Spaß bei den folgenden beiden Übungen!

Rhetorik Kurs – Übung 1: Selbstsicher auftreten

Stell dich vor einen großen Spiegel und betrachte deinen Gesichtsausdruck und deine Haltung. Nun versuche, ganz unvoreingenommen zu reflektieren wie du auf dich wirkst. Ist dein Blick entschlossen und wach oder unsicher und müde?

Versuche im nächsten Schritt, deinem Spiegelbild eine Nachricht möglichst überzeugend zu vermitteln. Sage zum Beispiel laut und deutlich „Ich werde ein guter Rhetoriker sein und andere mit meinen Reden begeistern!“. Wie fühlst du dich während des Sprechens? Wie hältst du deine Hände? Was ist mit deiner Körperspannung?

Versuch es noch einmal – diesmal ein bisschen energischer und mit mehr Elan! Probiere es so lange bis du zufrieden bist. Wiederholungen stehen auch im Rhetorik Kurs auf der Tagesordnung. Bleib so lange dran bis du dir selbst abkaufst, dass du tatsächlich ein guter Rhetoriker sein wirst. Trainiere diese Übung mit unterschiedlichen Sätzen und teste dabei verschiedene Tonlagen. Sprich mal schneller und mal langsamer, mal laut und mal leise. Finde heraus, womit du dich wohl und selbstsicher fühlst.

Klar sollten deine Tonlage, dein Sprechtempo, die Betonung einzelner Wörter und deine Gesten auf die inhaltliche Aussage abgestimmt sein. Versetze dich immer in eine realistische Situation. Wenn du schlechte Nachrichten überbringst, kannst du beispielsweise etwas ruhiger reden. Sobald du eine freudige Nachricht mitteilst, sollte das Ganze dementsprechend mehr Pfeffer haben. Unabhängig vom Inhalt einer Aussage sollst du wissen, mit welchen Sprecharten und Tonlagen du dich besonders wohl und selbstsicher fühlst. Das ist das Ziel dieser Übung.

Rhetorik Kurs – Übung 2: Perfekt starten

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege dir einen gelungenen Einstieg für eine Rede. Das Thema darfst du frei wählen. Du entscheidest, ob es sich um eine motivierende Mitarbeiterrede oder eine emotionale Geburtstagsrede handelt. Nimm dir Stift und Papier zur Hand und bereite die ersten Sätze vor. Lies erst weiter, wenn du etwas zu Papier gebracht hast.

Fertig? Sehr gut, dann kommt hier der Schnelltest für dich: Starte die ersten Worte deiner Rede mit „Guten Tag! Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind!“ oder mit „Wir haben uns heute hier versammelt, um…“? Ja? Dann bist du in die Allgemein-gängig-aber-total-langweilig-Falle getappt.

Zunächst einmal gilt, dass man sich bei niemandem bedanken kann, zahlreich erschienen zu sein. Es sei denn, er hat eine gespaltene Persönlichkeit. Und das absolut Offensichtliche zu kommunizieren, hat auch noch niemanden weitergebracht. Vergiss alle Standardformen und angeblichen Redenormen, die du bei Betriebsfeiern und auf Jahresversammlungen aufgeschnappt hast. Mach dich locker und überlege dir einen originellen, unerwarteten Anfang, mit dem keiner rechnet. Gar nicht so einfach, oder?

Es gibt eine logische Erklärung dafür, warum Allgemein-gängig-aber-total-langweilig-Einstiege praktisch das Aus einer jeden Rede bedeuten: Eine Rede ist nichts anderes als ein einseitiges Selbstgespräch, ein Monolog. Der Redner spricht, der Rest hört zu. Natürlich ist das für den Rest nur solange spannend, wie der Inhalt der Rede spannend, mitreißend oder zumindest informativ ist. Sobald der Spannungsfaden reißt, sinkt die Aufmerksamkeit. Und durch einen öden Einstieg kommt Spannung gar nicht erst auf, sondern wird von vornherein unterbunden.

Und jetzt: Ab zum Rhetorik Kurs

Es ist eine große Kunst und kostet viel Kraft, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zurückzugewinnen, wenn sie erst einmal weg ist. Also sorge dafür, dass du mit einem spritzigen, humorvollen, unerwarteten Anfang direkt alle in deinen Bann ziehst! Wie genau das funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, wirst du in deinem Rhetorik Kurs erfahren. Viel Spaß dabei!

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