Rhetorik lernen: Wie du zum Top-Speaker wirst

Rhetorik lernen

Kennst du diese Menschen, die scheinbar auf der Bühne geboren sind? Egal, um welches Thema es geht und vor wie vielen Menschen sie sprechen: Die Kunst der Rhetorik wurde ihnen einfach in den Schoß gelegt. Doch kann wirklich jeder Rhetorik lernen?

Für sie ist ein Bühnenauftritt oder das freie Reden vor kleineren und größeren Menschengruppe nicht mit schlaflosen Nächten, Schweißausbrüchen oder nervösen Zuckungen verbunden, nein, für diese Gruppe Menschen ist das freie Reden absolute Wohlfühlzone. Angst vor Rhetorik? Keine Spur! Rhetorik lernen? Kein Problem!

Wie schaffen die das?

Es ist wie bei allem: Übung macht den Meister. Heutzutage ist es kaum möglich, das Grundwissen der Rhetorik zu umgehen. Denn in allen möglichen Lebenslagen müssen wir frei, selbstbewusst und souverän kommunizieren – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Jeder Mensch sollte deshalb bis zu einem gewissen Maß Rhetorik lernen.

Rhetorik lernen spielt auch in Zeiten der digitalen Medien eine große Rolle. Denn die Eins-zu-Eins-Kommunikation ist nach wie vor unschlagbar – und gute Rhetorik nach wie vor das A und O. Welche Tipps du dazu verwenden kannst, möchten wir dir in diesem Artikel verraten.

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Rhetorik lernen – Die besten Tipps im Überblick

Verbale und non-verbale Kommunikation

Du hast es sicher schon mal gehört: “Man kann nicht, nicht kommunizieren”. Das ist das erste der fünf Axiome nach dem Kommunikationswissenschaftler Paul Watzalawick. Damit ist gemeint: Egal, ob du mit Sprache kommunizierst oder nur schweigend da stehst: Du kommunizierst immer.

Denn sowohl die Sprache als auch das Verhalten an sich kann und wird von deinem Gegenüber (Einzelperson oder Gruppe) gedeutet, interpretiert und im Zweifel auch gewertet. Und ja, auch deine Souveränität ist quasi auch ein rhetorisches Mittel – und der Start jeden Auftritts. Welche Stilmittel dabei helfen, mit denen du Rhetorik lernen kannst, erfährst du jetzt von uns.

Authentisch Auftreten – Rhetorik nonverbal

Du kannst dir das so vorstellen: Du gehst auf die Bühne. Es ist dein Moment. Du hast dich viele Wochen darauf vorbereitet, bist dir ziemlich sicher, dass alles gut gehen wird. Das intensive Rhetorik-Training hat dich auf alle Eventualitäten vorbereitet und du weißt, dass du heute alles aus deinem Rhetorik-Wissen schöpfen und nutzen kannst.

Du gehst auf die Bühne, schweigst noch, das Publikum klatscht, du stehst da und in dem Moment fällt dir auf, dass du dringend noch einen Schluck Wasser trinken musst. Kein Problem, das Publikum applaudiert noch.

Dann aber schweigt es – und du stehst da mit deinem Glas Wasser in der Hand, trinkst, sagst nichts, orientierst dich noch … und: kommunizierst! Denn dein Schweigen sagt jede Menge aus: Du bist nicht bei der Sache. Und das spüren die Zuschauer – ohne dass du nur ein Wort gesagt hast.

Rhetorik lernen: Dein Weg auf die Bühne – oder: Aller Anfang ist schwer

Bevor du aber auf die Bühne gehst, nochmal zurück zum Anfang: Was ist eigentlich Rhetorik? Und wie können rhetorische Mittel verstanden und praktisch genutzt werden? Für wen ist Rhetorik geeignet und wofür brauchen wir die Kunst der Rede?

Rhetorik ist die Fähigkeit vor Publikum und im Einzelgespräch überzeugend zu reden. Rhetorik ist also die Kunst der freien Rede. Um frei, deutlich und klar zu sprechen gibt es einige rhetorische Mittel, die du zum Teil sicher kennst.

Diese erleichtern es dir, deine Botschaft so deutlich wie möglich zu vermitteln. Aber Vorsicht: Sowohl deine Sprache, als auch die Nutzung der rhetorischen Mittel muss immer im Verhältnis zu dem Wissens-, Alters- und dsjkdjsk-Stand deines Publikums und in Relevanz deines Themas sein.

Eine sehr bildliche, lebhafte Sprache bietet sich bei motivierenden Reden vor einem Publikum, dass diese rhetorischen Mittel als solche verstehen kann. Wie zum Beispiel: “Um den Pokal zu holen, habe ich geschuftet wie ein Tier.”

Natürlich fällt dieses Können nicht vom Himmel. Ganz im Gegenteil: Wie in so vielen Lebensbereichen gehört auch hier vor allem jede Menge Übung und Routine dazu.

Stell dir vor, du willst eine neue Sprache lernen. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, eine Routine zu gestalten, übst du Tag für Tag die Vokabeln der neuen Sprache. Je fleißiger du übst, desto leichter fällt es, dir die Sprache zu sprechen – und das sogar in der Öffentlichkeit.

Und genau so ist es auch mit der Rhetorik. Ohne Übung, Training und Routine wirst du kein guter Redner. Nicht vor einem und auch nicht vor hunderten Menschen. Ja – genau so ist es leider. Aber keine Panik: Es gibt einige sehr wertvolle Tipps & Tricks, mit denen du in kurzer Zeit Rhetorik lernen UND anwenden kannst.

Rhetorik lernen

Rhetorische Mittel – ein Überblick

Das besondere an rhetorischen Mitteln ist, dass du mit der Nutzung des jeweiligen Mittels die Wirkung deiner Sprache und dem, was du vermittelst, stärken oder schwächen kannst.

Stell dir vor, du hättest einen Werkzeugkasten voller Hilfsmittel mit denen du deine Aussagen bestärken, kräftigen und wirksamer gestalten kannst. Genau das sind rhetorische Mittel: Helfer, die in der Sprache Wunder wirken! Wir haben die 5 wichtigsten rhetorischen Mittel für dich hier zusammengefasst:

Alliteration: Anneinandergereihte Begriffe mit gleichen Anfangslauten. “Milch macht müde Männer munter. Wirkung: Betonend, einprägsam.

Metapher: Verbildlichung von Sachverhalten, wobei Bild und Ausdruck durch besondere Eigenschaften miteinander in Verbindung stehen. “Eine Flut von Menschen”. Wirkung: Veranschaulichend.

Klimax: Steigerung vom Schwächeren zum Stärkeren. “Die Erde, unser Sonnensystem und die ganze Galaxie.” Wirkung: Eindringlich, betonend.

Personifikation: Vermenschlichung einer Sache. “Die Zeit rennt.” Wirkung: Veranschaulichend.

Vergleich: Zwei Begriffe oder Sachverhalte, die sich in einer oder mehreren Eigenschaften ähneln, werden durch “als” oder “wie” zueinander in Beziehung gesetzt: “Stark wie ein Bär.” Wirkung: Anschaulich, betonend.

Hinweis: Mehr rhetorische Mittel & Infos findest du am Ende dieses Artikels.

Gewusst wie!

Wie weiter oben geschrieben: Körpersprache ist das A&O der Rhetorik. Klingt komisch – oder? Schließlich ist es doch die verbale Kommunikation mit der du überzeugen willst. Tatsächlich ist es aber dein Auftreten, deine Erscheinung und ja, sogar deine Kleidung, die den Gesamteindruck bestimmt. Bist du unsicher oder zurückhaltend merkt es dein Publikum sofort!

Redeangst überwinden!

Ist natürlich leichter gesagt als getan, aber leider ist es wahr: Wer sprechen will (oder muss), der muss nicht nur mindestens das Grundwissen der Rhetorik beherrschen, nein, der muss seine Redeangst überwinden. Das geht mit diesem einfachen Tipp:

Mach dir selbst Mut! Du bist gut und du kannst das. Sag dir das einfach noch vor deinem Auftritt immer wieder – wie ein Art Mantra.

“Ich bin gut, ich kann das!” Denn: Je positiver du eingestimmt bist, desto souveräner wirst du deinen Vortrag, deine Präsentation oder dein Anliegen dem Publikum verkaufen können.

Und dabei ist es ganz egal, ob du vor einem oder mehreren Menschen sprichst. Mach dir einfach immer wieder klar: Du hast ein Anliegen und willst dein Publikum begeistern, überzeugen oder informieren.

Vorbereitung deiner Präsentation!

Okay, du kennst jetzt 5 wichtige rhetorische Mittel, die du in deiner Sprache anwenden kannst. Es gilt natürlich: Es ist völlig egal, welche Sprache du sprichst – Hauptsache dein Publikum versteht dich 😉

Du weißt jetzt, wie du auftreten und wie du deine Botschaft formulieren kannst. In diesem Absatz geht es jetzt darum die Rhetorik, den Inhalt und den Auftritt vorzubereiten. Auch hier haben wir dafür einen tollen Tipp für dich:

Stelle wirklich sicher, dass du alles was du für deinen Vortrag brauchst, zusammengetragen hast! Und mit alles meinen wir: Alles! Egal, ob Kleidung, Präsenter (die Fernbedienung, für deine Präsentation – wenn du eine hast), deine Präsentation (wenn du eine hast), deine Notizen, dein Thema, den Fokus deiner Botschaft, die passenden Socken zum Anzug, bequeme Schuhe zum Kleid, Termin, Zeit und Ort – und, und, und …

Du siehst es selbst: Die Liste deiner Vorbereitung kann endlos sein. Nimm dir deshalb genügend Zeit, bereite dich vor und mach dir zu allem, was du noch klären musst oder willst Notizen. Denn: Die beste Rhetorik nützt nichts, wenn du an Tag X die Hälfte deiner Sachen vergisst!

Also halten wir fest:

Das wichtigste für einen erfolgreichen Vortrag, einer mitreißenden Präsentation oder einer unvergesslichen Rede ist: Rhetorik lernen! Und: Souverän auftreten. Fühl dich wohl bei dem was du sagst, bei dem was du trägst und bei dem wo du gerade bist. Und selbst wenn irgendetwas nicht so passt, wie du es dir wünscht: Bleib positiv, souverän und glaube an dich. Denn schließlich bist du der Experte deines Themas!

Rhetorik lernen klappt für jeden

Der gezielte Einsatz von Sprache ist die schönste Fähigkeit, die wir Menschen haben können. Das gute daran: Jeder von uns ist dazu in der Lage, Rhetorik zu erlernen, um so seine Ziele zu erreichen.

Um dir die Kraft der Rhetorik deutlich zu machen, haben wir dir im folgenden eine Rede verlinkt, bei der der Speaker durch seine Qualität einfach nur überzeugt.

Schau dir die Rede am besten an, sobald du diesen Artikel durchgelesen hast.

Der größte Fehler: Rhetorik nicht lernen

Sagen wir, es ist alles vorbereitet: Du hast deinen Auftrittstermin, das Publikum weiß Bescheid, du hast dein Thema und auch die Kleidung liegt bereit. Doch: Du hast keine Ahnung, wie du sprachlich deine These, deine Botschaft oder dein Anliegen wirkungsvoll vor Publikum vermittelst – egal, ob du vor einem kleinen Kreis sprichst oder auf einer großen Bühne stehst.

Wie du jetzt weißt: Es gibt zahlreiche rhetorische Mittel, die dich in deiner Kommunikation unterstützen. Mit einer Metapher lässt sich ein Aspekt veranschaulichen – und so aus etwas komplizierten, etwas ganz einfaches, verständliches machen.

Eine Alliteration ist ein tolles rhetorisches Mittel, um die Aufmerksamkeit der Hörer zu gewinnen. “Milch macht müde Männer munter” ist ein klassisches Beispiel. Ein Parallelismus regt zum Nachdenken an “Du singst laut, du redest leise”. Und wie du sicher weißt: Alles worüber deine Zuhörer nachdenken, bleibt im Kopf.

Auch rhetorische Mittel wie der Neologismus sind ein super Hilfsmittel für deine Rede. Eine Wortschöpfung, die du neu aus zwei oder mehreren Begriffen kreierst, bleiben dem Hörer im Gedächtnis. Wichtig ist hier: Werde nicht zu abstrakt. Die Wortschöpfungen sollten im weitesten Sinne Sinn ergeben.

Der Klimax bietet dir die stufenweise Steigerung der Wörter – und zieht einen tollen Spannungsbogen. Schon hast du die Aufmerksamkeit des Publikums.

Du siehst: Es gibt zahlreiche rhetorische Mittel, die deinen Vortrag maßgeblich zum Erfolg führen – wenn du sie richtig einsetzt. Übe also fleißig und schon ist “Rhetorik lernen” ganz einfach in der Praxis angewendet!

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Fazit: Rhetorik lernen ist für jeden möglich

In diesem Artikel haben wir dir einige Tipps mit an die Hand gegeben, die du nutzen kannst, um deine Rhetorik zu verbessern.

Wir sind uns sicher: Es macht keinen Unterschied, ob du ein Anfänger bist oder nicht. Mit den richtigen Methoden kannst auch du Rhetorik lernen und deine sprachlichen Fähigkeiten auf ein neues Niveau heben.

Auf diesem Weg möchten wir dich gerne unterstützen. Deshalb möchten wir dir jetzt an dieser Stelle unser Workbook “Keynote-Entwicklung schenken.” Klicke dazu einfach auf den Link in der Box und lade dir das Ebook kostenlos herunter.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen? Hast du noch weitere Rhetorik-Tipps, die du gerne mit uns teilen möchtest? Dann hinterlasse uns doch ganz einfach deine Meinung als Kommentar. Wir freuen uns darauf, dieses spannende Thema erörtern zu dürfen.

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