Schluss mit Selbstausbeutung: Wie du nicht härter, sondern smarter arbeitest!

Schluss mit Selbstausbeutung: Wie du smarter statt härter arbeitest!

Viele Selbstständige haben ein ernstes Problem: Sie nehmen ihren Berufstatus wörtlich und arbeiten im wahrsten Sinne selbst und ständig. Feierabende und Wochenenden kennen sie nicht und das Wort „Urlaub“ haben sie vor langer Zeit aus ihrem aktiven Wortschatz verbannt. Kommt dir die Situation bekannt vor? Dann weißt du sicher auch, dass so ein Zustand ganz schön zermürbend sein kann und auf Dauer sogar krank macht.

Wenn sich das Gedankenkarussell permanent um deine Arbeit dreht und es dir schwerfällt, abzuschalten und zu entspannen, dann solltest du dir eingestehen, dass du dich selbst ausbeutest – und weder dir noch deinem Business einen Gefallen damit tust. Denn irgendwann wird der Moment kommen, in dem dein Köper streiken und dich möglicherweise länger außer Gefecht setzen wird als es dir lieb ist.

Selbstausbeutung: Was treibt dich an?

Um eine völlige Überarbeitung oder gar ein Burnout zu vermeiden, solltest du daher unbedingt hinterfragen, warum du rund um die Uhr ackerst. Liebst du, was du tust? Oder treiben dich Ängste, Sorgen und Zweifel an? Bitte erinnere dich ab und zu daran: Für deine Tätigkeit zu brennen, ist super. Aber dich an ihr zu verbrennen, ist gefährlich. Stelle dir deshalb folgende Fragen:

  • Hast du die Sorge, nicht gut genug zu sein?
  • Zweifelst du an dir oder deinem Können?
  • Hast du Angst, etwas zu verpassen?
  • Glaubst du, dass Arbeit schwer und anstrengend sein muss?
  • Kannst du leicht verdientes Geld nicht richtig würdigen?
  • Hast du das Gefühl, ständig aktiv sein zu müssen?

Falls du eine oder mehrere der Fragen mit Ja beantwortet hast, könnte es sein, dass dich ein negativer Glaubenssatz antreibt. Das ist ein Zeichen dafür, dass du an deinem Mindset arbeiten und deine innere Haltung neu ausrichten solltest. Dies geschieht zwar nicht von heute auf morgen, ist aber einfacher als du vielleicht denkst.

5 Tipps für smartes Arbeiten

Zudem gibt es eine Reihe praktischer Tipps, die du sofort anwenden kannst. Dank ihnen arbeitest du zukünftig nicht härter, sondern smarter. Von nun an heißt es also: Schluss mit Selbstausbeutung, denn ab jetzt meisterst du den Spagat zwischen Business und Freizeit mit Bravour.

1. Vereinbare Arbeitszeiten

Besonders wichtig ist es, klare Grenzen zu ziehen – und diese beginnen bei deinen Arbeitszeiten. Am besten fängst du gleich morgen damit an, dir feste Zeiten zu setzen. Du kannst beispielsweise festhalten, dass du täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr arbeitest. Oder du lässt dir anfangs noch etwas mehr Freiraum und sagst: Ich arbeite acht Stunden am Tag – danach ist Feierabend. Von wann bis wann du konkret arbeitest, kannst du dadurch flexibel entscheiden. Wichtig ist, deine Arbeit nach diesen acht Stunden tatsächlich zu beenden.

Ein weiterer Mindset-Trick lautet: Vereinbare Termine mit dir selbst, zum Beispiel Zeit für Sport, Meditationen oder Wellness. Nimm diese Termine ernst – und zwar genau so ernst wie deine Kundentermine. Dadurch werden sie unverhandelbar und du stellst sicher, dass du sie wirklich einhältst. Denn einen Kundentermin würdest du schließlich auch nicht einfach platzen lassen, oder?

2. Lege einen Arbeitsplatz fest

Sofern du im Home Office arbeitest, solltest du dir unbedingt einen festen Platz suchen, an dem du arbeitest. Andernfalls wanderst du mit dem Laptop vom Esstisch, zum Sofa, ins Bett … Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit enorm. Cleverer ist es also, dir ein Arbeitszimmer einzurichten oder einen Bereich festzulegen, in dem gearbeitet wird. Der Rest deiner Wohnung bleibt dadurch privat und erinnert dich nicht rund um die Uhr an deine Arbeit.

3. Prüfe deine Effizienz

Kennst du das Paretoprinzip? Es besagt, dass 20 Prozent aller Anstrengungen für 80 Prozent des Outputs sorgen. Du solltest demnach also unbedingt herausfinden, welche deiner Tätigkeiten am umsatzrelevantesten sind. Fokussiere dich von nun an verstärkt auf diese Bereiche. Du wirst sehen, dass du auf diese Weise deutlich smarter arbeitest und mit weniger Aufwand mehr Erfolge erzielst. 

4. Erhöhe deine Preise

Wenn du ununterbrochen arbeitest, um über die Runden zu kommen, könnte das ein Indiz dafür sein, dass deine Preise zu günstig sind. Prüfe deshalb, ob du mit deinen Einnahmen wirklich zufrieden bist oder ob es nicht an der Zeit für eine Preiserhöhung ist. Denke daran: Zeit gegen Geld zu tauschen, ist für Selbstständige in der Regel kein guter Deal. Verkaufe stattdessen dein Wissen oder den Kundennutzen. Auf diese Weise schaffst du es, selbst hohe Preise zu rechtfertigen.

5. Definiere deine Zielgruppe neu

Deine Kunden finden deine neuen Arbeitszeiten nicht gut oder gehen bei deiner Preissteigerung nicht mit? Dann könnte es an der Zeit sein, neue Kunden zu akquirieren. Definiere dafür eine clevere Zielgruppe und überlege dir exakt, wie deine Traumkunden aussehen, wie sie sich verhalten und wie die Zusammenarbeit mit ihnen abläuft. Je spitzer du deine Zielgruppe definierst, desto besser kannst du sie ansprechen und überzeugen. Spannende Infos zum Thema Positionierung und Zielgruppe findest du hier. 

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