Was ist Leadership?

Was ist Leadership

Vielleicht hast du den Begriff Leadership schon einmal in Zusammenhang mit verschiedenen Führungsstilen gehört. Dann weißt du möglicherweise noch, dass Leadership auf Visionen und Motivation basiert. Falls du dich nicht mehr so recht erinnern kannst oder noch nie etwas von Leadership gehört hast, kommt hier ein kleiner Exkurs für dich. Viel Spaß!

Leadership: Das Ziel ist das Ziel

Es stimmt, beim Führungsstil Leadership ist ausnahmsweise nicht der Weg das Ziel. Die Arbeit richtet sich nämlich vor allem danach aus, wohin es gehen soll – also am Sinn und an der Richtung. Der Weg ist dabei eher unwichtig. Hauptsache, man kommt an.

Chefs, die das Modell Leadership anwenden, vermitteln Visionen und fungieren als Vorbilder. Weil sie selbst hundertprozentig von ihrem Vorhaben überzeugt sind, vermitteln sie dies glaubhaft und authentisch an ihr Team weiter. Sie brennen für ihre Ideen – das steckt an! Ihre Mitarbeiter sind daher oft überdurchschnittlich motiviert und folgen ihren Chefs mit Freude. Für viele Führungskräfte, die andere Modelle verfolgen, ist das eine wahre Traumvorstellung.

Besonders gut funktioniert das Modell Leadership übrigens in Start-Ups und kleineren Unternehmen mit einer überschaubaren Mitarbeiterzahl. Aber auch in großen Konzernen lässt sich eine Leadership-Mentalität aufrecht halten, wenn eine starke Unternehmenskultur besteht.

Unterschiede zwischen Management und Leadership

Echte Experten wissen vermutlich schon, dass man Leadership als Gegenentwurf des Management-Modells bezeichnen könnte. Auch dabei handelt es sich um ein beliebtes Führungsmodell, das sich jedoch maßgeblich vom Leadership unterscheidet. Worin die größten Unterschiede zwischen Managern und Leadern liegen, fasst Dr. Stefan Frädrich in „Das Günter-Prinzip fürs Business“ gekonnt zusammen. Ein paar Beispiele gefällig? Gerne:

Management konzentriert sich auf den Weg, Leadership aufs Ziel. Ein guter Manager hat die Abläufe im Kopf, ein Leader hingegen Sinn und Richtung. Dabei konzentriert sich der Manager auf Systeme und Strukturen, der Leader aber auf die Menschen. Der Manager will die Dinge richtig machen, der Leader die richtigen Dinge. Der Manager erhält den Status quo, der Leader fordert ihn heraus.

Der Manager hat seine Augen auf der Bilanz, der Leader am Horizont. Der Manager fragt „Wie?“ und „Wann?“, der Leader „Was?“ und „Wozu?“. Der Manager erhält also und verwaltet, der Leader hingegen entwickelt und erneuert. Der Manager denkt kurzfristig, der Leader langfristig. Der Manager verlässt sich auf Kontrolle, der Leader erweckt Vertrauen. Denn der Manager ist der klassische Soldat, er ist eine Art Kopie. Der Leader aber ist ganz er selbst, er ist ein Original.

Wie muss ein guter Leader ticken?

Du kannst es dir sicher schon denken: Ein Leader arbeitet nicht einfach nach Schema F, denkt nicht in vorgegebenen Bahnen und ist mit Sicherheit nicht schüchtern und zurückhaltend. Stattdessen denkt und handelt er unternehmerisch, sein Zauberwort lautet „Initiative“. Schließlich möchte er mit seiner Leadership-Methode etwas schaffen und nicht bloß verwalten.

Initiativ zu handeln bedeutet für ihn: anfangen! Und zwar mit dem, was notwendig ist, um sein Ziel zu erreichen. Ein Leader wartet nicht auf den Startschuss eines anderen, sondern übernimmt selbst Verantwortung. Er glaubt daran, etwas bewirken und bewegen zu können.

Und ein guter Leader weiß: Wenn er einen Prozess nicht selbst anstößt, wird es auch niemand sonst für ihn tun – darauf könnte er ewig warten. Das will er aber nicht, also packt er selber an. Ihm ist klar: Wer morgen Resultate will, muss heute handeln. Denn es geht immer schon heute um die Zukunft. Darum, zu gestalten, was werden soll.

Leader wollen Menschen führen

Leader sind also ziemlich motiviert und fokussiert. Da kommt die Frage auf, ob sie ihre Leadership-Lebensweise nicht etwas lockerer angehen können? Anders gefragt: Warum sollten sie? Ihre Motivation entstammt schließlich nicht dem Wunsch nach Lockerheit. Sie wollen einen guten Job machen – das ist ihnen wichtig. Und dabei gewinnen sie Motivation und Energie durch Ziele und Sinn ihrer Tätigkeit – und durch die Tätigkeit selbst.

Neben der hohen Eigenmotivation und Energie erfüllen Leader eine weitere Voraussetzung, um gute Chefs zu sein: Sie wollen andere Menschen führen und zwar so, dass die richtigen Ergebnisse herauskommen. Das bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Schließlich fallen einem Ergebnisse nicht einfach in den Schoß. Man muss etwas für sie tun – und zwar manchmal etwas Unangenehmes, Langwieriges und Schwieriges. Etwas, vor dem sich viele lieber drücken. Etwas, wofür man Leader braucht. Also Menschen, die bereit sind, die Richtung vorzugeben und andere Menschen zu befähigen, das Richtige zu tun.

Der Führungsstil von morgen?

Die Stärke eines Leaders liegt also in seiner ungebremsten Motivation und seinem Wunsch, andere Menschen zu führen. Er kann sie dazu bringen, selbst Verantwortung zu übernehmen und die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Schafft das der Leader, hat er einen guten Job gemacht. Schafft er es nicht, einen schlechten.

Manche betrachten Leadership gar als den Führungsstil der Zukunft. Und in der Tat scheinen traditionelle Führungsstile, in denen ein autoritärer Chef Macht ausübt und Angst und Schrecken verbreitet, immer unbeliebter zu werden. Viele Menschen wünschen sich Selbstverwirklichung im Job. Sie wollen mitentscheiden dürfen und sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können. Leadership bietet ideale Chancen dazu und hat viel Potenzial, die Mitarbeiter zu begeistern und zu motivieren. Also Leader, auf geht’s an die Arbeit!

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